Erstvorstellung
Wir behandeln Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren. Sollte Ihr Kind jünger als 5 Jahre sein, wenden Sie sich bitte an ein wohnortnahes SPZ, also ein Sozialpädiatrisches Zentrum.
Sollte eine Verständigung auf Deutsch schwierig sein, bitten wir Sie, eine volljährige Begleitperson zum Übersetzen mitzubringen.
Unsere Praxis ist keine Notfallambulanz der Kinder- und Jugendpsychiatrie und kein Krisendienst. Eine Erstvorstellung, die ausschließlich zur Notfallbehandlung oder für eine sofortige therapeutische Krisenintervention erfolgt, ist daher nicht sinnvoll.
Wenn Sie sich über unsere Webseite angemeldet und einen Termin in unserer Praxis erhalten haben, bringen Sie bitte folgende Unterlagen mit:
- Krankenkassenkarte des Kindes
- Behandlungsvertrag (unter Donwloads)
- Anamnesebogen (unter Donwloads)
- Schweigepflichtentbindung (unter Donwloads)
- Schulzeugnisse
- Vorbefunde (falls vorhanden)
Bitte senden Sie uns vor dem ersten Termin keine Unterlagen zu. Vorab eingereichte Unterlagen werden nicht angenommen und aus Datenschutzgründen gelöscht beziehungsweise vernichtet.
Ablauf der Erstvorstellung:
Das Erstgespräch findet entweder bei einer Therapeutin oder bei der Ärztin statt. Wenn möglich, sollte dieses Gespräch mit einem oder idealerweise beiden Elternteilen erfolgen sowie das Kind/Patient. Es dient dazu, wichtige Informationen zur bisherigen Entwicklung, zur aktuellen Situation und zu den bestehenden Anliegen zu sammeln. Im Anschluss erhalten Sie gegebenenfalls einen oder mehrere Fragebögen.
Zum Abschluss der Erstvorstellung besprechen wir gemeinsam das weitere Vorgehen.
Bitte beachten Sie, dass wir bei versäumten Terminen ein Ausfallhonorar (Behandlungsvertrag Punkt 4) erheben.
Diagnostik
Ein Schwerpunkt unserer Praxis liegt in der kinder- und jugendpsychiatrischen Diagnostik, Beratung und medikamentöse Begleitung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher. Darauf sind wir spezialisiert. Dazu gehören zum Beispiel Verhaltensauffälligkeiten, Konzentrationsprobleme, Stimmungsschwankungen, Ängste, depressive Symptome oder andere psychische Belastungen.
Dabei ist uns wichtig, nicht nur testdiagnostische Ergebnisse zu betrachten, sondern auch die bisherigen Erfahrungen, die persönliche Entwicklung und die aktuelle Lebenssituation des Kindes oder Jugendlichen einzubeziehen. Aus diesem Grund ist der enge Austausch mit den Eltern und anderen wichtigen Bezugspersonen ein wesentlicher Bestandteil unserer Arbeit.
Wir bemühen uns außerdem darum, dass Sie und Ihr Kind in unserer Praxis feste Ansprechpartnerinnen haben und sich nicht bei jedem Termin auf eine neue Person einstellen müssen.
Zusätzlich bieten wir, abhängig von unseren Kapazitäten, auch diagnostische Abklärungen bei Verdacht auf eine Lese-Rechtschreibstörung oder eine Rechenstörung an. Diese Testungen sind jedoch ein ergänzendes Angebot und haben keine Vorrangigkeit gegenüber der Diagnostik und Behandlung psychisch erkrankter Kinder und Jugendlicher.
Die Ergebnisse der Diagnostik unterliegen selbstverständlich der Schweigepflicht und werden nur mit Ihrer ausdrücklichen Zustimmung weitergegeben.
Therapie
In unserer Praxis begleiten wir Kinder, Jugendliche und ihre Familien bei emotionalen Schwierigkeiten, Verhaltensauffälligkeiten und psychischen Belastungen. Unser therapeutischer Ansatz orientiert sich vor allem an verhaltenstherapeutischen Methoden und wird an die jeweilige Situation des Kindes oder Jugendlichen angepasst.
Dabei beziehen wir Eltern oder andere wichtige Bezugspersonen nach Möglichkeit mit ein, damit Veränderungen auch im Alltag gut unterstützt werden können. Je nach Bedarf bieten wir therapeutische Einzelgespräche sowie verschiedene Gruppentherapien an. Dazu gehören unter anderem Gruppen zur Förderung sozialer Kompetenzen sowie Gruppen zum Erlernen von Strategien zur Emotionsregulation. Ein Anspruch auf Einzel- oder Gruppenangebote besteht nicht. Die Auswahl geeigneter Maßnahmen erfolgt entsprechend der individuellen Syptomatik und der fachärztlichen bzw. therapeutischen Indikationsstellung.
Wichtig: Wir bieten keine ambulante Psychotherapie mit wöchentlichen Sitzungen an. Bitte wenden Sie sich hierfür an eine Kinder- und Jugendpsychotherapeutin oder einen Kinder- und Jugendpsychotherapeuten.
Sonderfälle
Schuldistanz
Bei vollständiger oder teilweiser Schulverweigerung eines Kindes oder Jugendlichen bitten wir Sie, möglichst frühzeitig Kontakt zum zuständigen Schulpsychologischen Beratungszentrum Märkisch-Oderland, Standort Rüdersdorf, Telefon 0173 3928528, 01520 9384843 oder 0173 7025328, sowie zum KJPD, dem Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst Märkisch-Oderland, Telefon 03346 850 6715 oder 03346 850 6718, aufzunehmen. Dies sollte nach Möglichkeit bereits vor dem ersten Termin in unserer Praxis erfolgen.
Bei ausgeprägter oder schon länger bestehender Schuldistanz empfehlen wir außerdem dringend, sich frühzeitig über die Aufnahmemöglichkeiten und Wartezeiten der zuständigen Klinik oder Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie zu informieren, zum Beispiel beim Klinikum Frankfurt/ Oder, Standort Rüdersdorf, Telefon 033638 83 561 oder 0335 548 45 01.
Eine Krankschreibung bei Schulverweigerung ist in der Regel nicht sinnvoll und kann den Schulbesuch zusätzlich erschweren.
Suizidgedanken
Bei sofortigem psychiatrischem Handlungsbedarf, zum Beispiel bei glaubhaften Suiziddrohungen, akuter Selbstgefährdung oder Fremdgefährdung, wenden Sie sich bitte umgehend an den Rettungsdienst unter 112 oder an die Polizei unter 110.
Für akute kinder- und jugendpsychiatrische Krisen in der Region können Sie sich außerdem an die Kinder- und Jugendpsychiatrische Institutsambulanz Rüdersdorf wenden. Diese erreichen Sie unter 033638 83 561. Außerhalb der Sprechzeiten ist die diensthabende Ärztin oder der diensthabende Arzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Frankfurt/ Oder unter 0335 548 45 70 erreichbar.
Zusätzlich kann der Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienst Märkisch-Oderland beim Gesundheitsamt in Strausberg ein wichtiger Ansprechpartner sein 03346 850 6715 oder 03346 850 6718